Heliumballons – Nein, danke!

 

Helium gefüllte Luftballons

Oft werden sie genutzt, um auf Festen (Hochzeiten, Stadtteilfesten etc.) Kinder und Erwachsene zu erfreuen. Möglichst bunt sollen sie sein und gut fliegen können. Firmen nutzen Helium gefüllte Ballons zudem um Werbung zu machen.

Darüber, was mit den Ballons passiert, wenn sie erst einmal los gelassen sind, machen sich leider noch zu wenige Menschen Gedanken. Die möglichen Folgen sind aber verehrend.

Für die Tierwelt, die Natur und letzten Endes auch uns Menschen sind jegliche Plastikartikel, die nicht fachgerecht entsorgt werden und in die Umwelt / das Wasser gelangen, eine lebensbedrohliche Gefahr. Die Überreste, von Heliumballons und den Schnüren, an den die Ballons befestigt sind, werden vielen Tieren zum qualvollen Verhängnis und zum Todesurteil. Tiere verfangen sich in den Schnüren oder benutzen diese für den Nestbau, wodurch schon die Küken früh verenden können. Plastikschüre und weitere Plastikartikel, die nicht direkt Tiere töten, zersetzen sich in viele kleine Partikel und verunreinigen unsere Erde, gelangen in die Mägen vieler Tiere und in die menschlichen Organismen am Ende der Nahrungskette.

Unser Anliegen ist es, dass keine weiteren Helium gefüllten Luftballons zukünftig fliegen gelassen werden. In dem wir unsere Mitmenschen auf die Gefahren hinweisen und selber keine Luftballons mehr verwenden, können wir alle zum Erreichen dieses Ziels beitragen.

Früher fand ich Luftballonsteigen selber toll, erst durch die Sammelaktionen ist mir die damit verbundene Problematik bewusst geworden. Deshalb möchte ich aufklären und habe mir das Thema „Helium gefüllte Luftballons“ zum Steckenpferd gemacht. Wenn ich auf Veranstaltungen Firmen sehe, die Helium gefüllte Luftballons verschenken oder z.B. auch auf Läden aufmerksam werden, die welche verteilen, wende ich mich erst mündlich vor Ort und dann per Post an die Verantwortlichen. Die Briefe umfassen ein Schreiben, Bilder sowohl von den verschenkten Luftballons der Firma, sowie Bilder von Sammelaktionen und gesammelte Überreste von Luftballons. Hierdurch gelangen wir in Kontakt mit vielen Menschen und können aufklären. Leider stoßen wir immer wieder auf wenig Verständnis und Ausreden, warum das Steigenlassen von Luftballons nicht schlimm wäre. Der Vermutung, Luftballons aus Naturkautschuk sein umweltfreundlich und damit eine Alternative, unterliegt eine große Täuschung. In der Produktion wird dem Naturkautschuk verschiedenstes beigemischt, was am Ende die Ballons ebenfalls zu giftigem Müll werden lässt. Weitere Informationen gibt es zu diese Thema z.B. auf der Internetseite von „Sea Shepherd Deutschland“. Doch, in konkreten Fällen erreichen wir auch, dass Verantwortliche uns antworten, sich für ihr Handeln entschuldigen und versprechen von weiteren Aktionen mit Luftballons abzusehen. Diese Reaktionen bestätigen uns in unserem Tun und motivieren uns weiter zu machen. Solche Antworten, die uns glaubhaft machen, dass sich innerhalb der Firmen / Vereine etwas verändert, veröffentlich wir gerne (natürlich nur mit der Erlaubnis der Verantwortlichen).

Brief Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG

Wir danken den Verantwortlichen von Apollo-Optik für die Erlaubnis, den Brief hier veröffentlichen zu dürfen und vor allem für das Umdenken und die Veränderungen, die in der Vergangenheit und in der Zukunft im Sinne der Umwelt / Tierwelt getroffen wurden / werden. Eine Auflistung über die Menschen, Vereine und Firmen, die ich seit Oktober 2015 kontaktiert habe, ist am Ende dieser Seite zu finden.

Es vergeht keine Müllsammelaktion am Eidersperrwerk ohne verschiedenste Teile von Luftballons zu finden. Hier wird in den kommenden Monaten immer mal wieder dokumentiert, welche Reste von Heliumballons das Meer anspült.

10.02.2018 = zwei Stunden zu siebt sammeln – neben den gefüllten Müllsäcken haben wir auch min. 60 verschiedene Reste von heliumgefüllten Luftballons separat gesammelt… erschreckend! Die Ballonreste sind oft zerfetzt und verklebt.

09.09.2017  = 10 Minuten sammeln am Eidersperrwerk – das Resultat sind 15 Reste von verschiedenen Luftballons. Auch wenn sie Unterschiede in der Größer, dem Zustand / Zersetzung aufweisen, haben sie eines gemeinsam: Sie alle sind heute nur noch eine klebrige und giftige Masse. Einige Schriften auf den Ballons sind noch erkennbar, „Niedersachsen“ oder auch „HAPPY MEAL“ … na dann guten Appetit!

Menschen, Vereine und Firmen, die ich seit Oktober 2015 kontaktiert habe:

1.    Den Bürgermeister von Kiel (10.2015)
2.    Die Verantwortlichen eines Einkaufszentrums und die eines Spielwarenladens, welcher sich in dem Einkaufszentrum in Kiel befindet (04.2016)
3.    Die Geschäftsführung einer deutschlandweiten Brillenladenkette und die Filialführung einer der Filialen in Hamburg (09.2016)
4.    Die Geschäftsführung einer deutschlandweiten Immobilien AG (09.2016)
5.    Die Geschäftsführung eines deutschlandweiten Ingenieurdienstleisters (11.2016)
6.    Einen Verein für Frühgeborene in München (11.2017)
7.    Eine Fernsehanstalt und eine Filmproduktionsfirma (11.2017)
(Bisher leider noch keine Reaktionen auf die Briefe sowie Nachfragen)
8.    Apollo Optik (12.2017)
(P
ositivste Rückmeldung, siehe auch das Antwortschreiben auf dieser Seite)
9.    Die Vorsitzenden eines Vereins eines Opernballs und einer Bierbrauerei (01.2018) (Bisher leider noch keine Reaktionen auf die Briefe)
10.  Die deutschen Vorsitzenden einer weltweiten Fastfoodkette (02.2018)
11.  Das Management eines Einkaufszentrums in Hamburg (02.2018)
12.  Die deutsche Geschäftsführung eines weltweiten Bekleidungsunternehmens (03.2018)
13.  Die deutsche Geschäftsführung eines weltweiten Süßigkeitenherstellers (05.2018)
14.  Die Vorstände von zwei Vereinen für Menschen mit verschiedener sexueller Orientierung (05.2018) (Von einem Verein haben wir leider noch keine Rückmeldung erhalten)
15. Kinder Hospiz in Hamburg (06.2018)
16. Rundfunkanstalt (06.2018)
17. Innenminister sowie Ausländerbeauftragter eines Ministeriums für Inneres (06.2018)
18. Drei Parteien aus dem Kreistag Nordfriesland (06.2018)
19.  Kulturstätte in Hannover (06.2018)
20. Eine Kirchengemeinde (10.2018)
21. Laden mit diversen Dingen in Hannover (11.2018)

Interessante Links zu diesem Thema:

Geschrieben von Sonja Borowski

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